Berlin Neukölln

Berlin-Neukölln

Neukölln ist mit seinen fast 330.000 Einwohner eines der am dichtesten bewohnten Innenstadtgebiete Deutschlands. Gerade für ein junges Publikum macht das den Reiz aus – der achte Verwaltungsbezirk der Hauptstadt gilt als besonders vielfältig, lebhaft, quirlig und auch trendig. Während der Bereich an der Grenze zu Kreuzberg vor allem für sein multikulturelles Flair und seine internationale Küche bekannt ist, ist Gropiusstadt eine eher triste Hochhaussiedlung. Doch auch Einfamilienhäuser im Süden von Neukölln gehören zum Gesicht des Bezirks.

Kultur und Kunst in Neukölln

Seine Internationalität zeigt sich in Neukölln auch an den unterschiedlichen Religionen, die hier unter anderem durch religiöse Bauwerke im Stadtbild auffallen. Verziert mit bunten Gottheiten und gekrönt mit zwei unterschiedlich hohen Türmen, fällt der Sri Mayurapathy Murugan Hindu Tempel auch durch seine rot-weiße Farbe ins Auge. Innen gibt es ganz acht Altäre. Sehenswert ist zudem die Sehitlik-Moschee, die nach dem Vorbild klassisch-osmanischer Architektur errichtet wurde. Angegliedert ist ein Kultur- und Gemeindezentrum. Interessierte können sich das schöne Bauwerk bei Führungen auch von Innen anschauen, denn die muslimische Gemeinde legt großen wert auf gegenseitiges Kennenlernen.

In dem ehemaligen Dörfchen Rixdorf befindet sich der Heimathafen Neukölln, der kulturelle Unterhaltung aus verschiedenen Bereichen präsentiert. Das Theater versteht sich als Volkstheater und greift vor allem lokale Geschichten für seine stücke auf. Im Bereich Musik sind lokale ebenso wie internationale Künstler vertreten, außerdem werden Slams und Lesungen veranstaltet. Ein jährliches Highlight ist das Open Mike Poesie Festival. Kunstinteressierte besuchen die Galerie im Körnerpark oder das Kindl-Zentrum für zeitgenössische Kunst im ehemaligen Sudhaus der Kindl-Brauerei. Niveauvolle Abendunterhaltung von Oper über Musical bis Operette gibt es in der Neuköllner Oper. Bekannt ist sie zudem für das erste deutsch-türkische Musiktheater und ihre vielen Uraufführungen. Im Hotel Estrel finden Konzerte mit Doubles statt. Die Show Stars in Concert ist inzwischen eine feste Größe im Veranstaltungskalender Berlins. Ebenso wie das Kunstfestival 48 Stunden Neukölln, auf dem die freie Szene der Stadt mit sämtlichen Genres vertreten ist. Mehr über die Regionalgeschichte des Bezirks erfährt man im Museum Neukölln im Ortsteil Britz. Bücherwürmer stöbern gerne in der Bezirkszentralbibliothek Helene Nathan.

Shopping in Neukölln

In Neukölln ist wie fast überall in Berlin natürlich auch Shopping möglich. Unter den großen Einkaufszentren sind die Neukölln Arcaden, das Einkaufscenter Neuköllner Tor, die Gropius Passagen sowie das Neucölln Carree mit ihren Markenketten eine Anlaufstelle für den Shopping-Bummel. Entlang der Sonnenallee und der Karl-Marx-Straße finden sich viele kleinere Geschäfte, unter anderem viele arabische und türkische Shops. Immer samstags lädt der Wochenmarkt Die Dicke Linda zum Bummeln ein. Honig aus kleinen Manufakturen, Fisch aus Brandenburg und natürlich Bio-Gemüse und -Obst gehören hier zum Angebot.

Essen und Ausgehen im Trendbezirk

Mit dem Klunkerkranich hat Neukölln eine der beliebtesten Rooftop-Bars der Hauptstadt für Ausgehwillige zu bieten. Der beliebte Ort ist dabei nicht nur Bar und restuarant, sondern auch Strandbar und Club – und das mit einer fantastischen Aussicht. Das Velvet, das Tier, das Muted Horn oder das Jungbusch sind weitere tolle Bars für vergnügliche Stunden in Neukölln. Unter den vielen Restaurants sind das Gazzo, die Knödelwirtschaft, das BBI oder das vegane H&D Chay empfehlenswert. Für den schnellen Hunger bekommt man überall in dem Bezirk jedoch auch leckere arabische oder türkische Gerichte auf die Hand. Gehobene Gastronomie serviert vor allem das Eins 44. In edlem Indistriechic-Ambiente verwöhnt hier deutsch-französische Küche die Gaumen der Gäste. Unter den Clubs ist vor allem das queere SchwuZ legendär, in dem ausgelassen getanzt und gefeiert wird.

Sehenswürdigkeiten in Neukölln

Wer auf Sightseeingtour gehen will, findet in Neukölln eine Hand voll nicht ganze so bekannte Perlen wie das Schloss Britz. Das schmucke Herrenhaus auf dem ehemaligen Rittergut beherbergt rekonstruierte Räumlichkeiten, die besichtigt werden können. Ebenfalls in dem Ortsteil befindet sich die Britzer Mühle, eine imposante Galerieholländerwindmühle, die sogar noch voll funktionsfähig ist. Interessant ist auch die alte Schmiede am Richardplatz, wo noch immer das traditionelle Kunst- und Messerschmiedehandwerk gepflegt wird. Besucher erhalten bei zahlreichen Veranstaltungen Einblicke und diese alte Kunst. Beeindruckend ist zudem das Rathaus des Bezirks mit seinem 68 Meter hohen Turm, den die Glücksgötting Fortuna krönt.

Parks und Grünanlagen

Unweit des Bahnhofs Neukölln, versteckt sich der kleine Körnerpark, der als einer der schönsten Parks von Berlin gilt. Wasser plätschert terrassenförmige Stufen hinab, um dann in einer Fontäne zu enden. Bunte Blumen und Palmen, gemütliche weiße Bänke und eine schicke Orangerie machen den Reiz des neobarocken Ortes aus. Für lange Spaziergänge eignen sich außerdem der Gutspark am Schloss Britz sowie der Britzer Garten. In letzterem fand 1985 die Bundesgartenschau statt. Heute kommen hier vor allem Familien und alle Naturliebhaber zur Naherholung her. Die Seenlandschaft, Themengärten, Spielplätze, der geologische Garten und der Hexengarten gehören unter anderem zu dem großen Areal. Mit einer Dauer-Ausstellung informiert das Freilandlabor über Tier- und Pflanzenwelten.Zu Entdecken gibt es zudem die größte Sonnenuhr Europas am Kalenderplatz. Vor allem die kleinen Besucher freuen sich über die Tiergehege, in denen sich Enten, Ziegen, Esel und Schafe tummeln.

Aktiv in Neukölln

Sport und Entspannung bietet vor allem das Stadtbad Neukölln. In dem Schwimmbad mit seiner auffallenden neoklassizistischen Bauweise können aktive Besucher ihre Bahnen ziehen. Wellness ist in den verschiedenen Saunen sowie im Caldarium möglich. Anwohner können sich sportlich in einem der vielen Vereine des Bezirks engagieren. Zu den bekanntesten gehören der Fußballclub Tasmania Berlin, der auch schon in der Bundesliga spielte, der TSV Rudow sowie die Boxer der Neuköllner Sportfreunde.

Weitere Freizeitmöglichkeiten in Neukölln

Filmfans stehen in Berlin-Neukölln etliche Lichtspielhäuser offen. Das Passage Kino mit seinem an ein Theater erinnernden Hauptsaal, das Cineplex Neukölln oder auch das Rollberg Kino, das neben Mainstream auch Arthouse zeigt, sind hier zu nennen. Ab Mitte Oktober bietet das Eisstadion Neukölln die Möglichkeit zum Eislaufen. Rasanter geht es in der Kartbahn Berlin-Kart zu. Gleich mehrere actiongeladene Möglichkeiten finden sich im Laserstar an der Karl-Marx-Allee. Unter anderem befindet sich hier die größte Lasertag-Anlage der Hauptstadt, wo bis zu 40 Spieler gegeneinander antreten können. Magic Minigolf sowie mehrere Escape Rooms komplettieren das umfangreiche Angebot. Im Sommer können bei verschiedenen Anbietern Kanus, Kajaks oder SUPs ausgeliehen werden, mit denen man Neukölln entlang des Landwehrkanals vom Wasser aus entdecken kann. Auch geführte Paddeltouren sind bei einigen Anbietern buchbar.

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